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RSM-Thema


FAQ

Ich studiere bereits Medizin, möchte aber in den Reformstudiengang wechseln. Ist das möglich?

Stimmt es, dass der Reformstudiengang nur zum Wintersemester beginnt?Wenn ja, kann ich nicht bereits im Sommersemester mit dem „normalen“ Studium beginnen und mich dann im Winter am Losverfahren beteiligen?

Was muss ich tun, um im Reformstudiengang studieren zu können?

Wenn ich mich jetzt bei der ZVS bewerbe, wie hoch sind meine Chancen, dass ich am Ende im Reformstudiengang studieren kann?

Heißt Reformstudiengang Medizin, dass auch alternative Therapiemethoden, wie z.B. Homöopathie und Traditionelle Chinesische Medizin, zu den Studieninhalten gehören?

Wann sollte ich mein 3-monatiges Pflegepraktikum am besten machen?

Kann ich während des Studiums ins Ausland gehen?

Welches Vorwissen muss ich mitbringen?

Werden Reformstudenten auch richtige Ärzte?

Gibt es auch noch andere medizinische Reformstudiengänge?






Ich studiere bereits Medizin, möchte aber in den Reformstudiengang wechseln. Ist das möglich?

Ein Quereinstieg in den RSM ist aufgrund der Studienordnung und der Struktur des Reformstudiengangs nicht möglich.
Studierende können nur am Losverfahren für den RSM teilnehmen, wenn sie am Beginn des ersten Fachsemesters stehen, also bei der Ersteinschreibung. Deshalb kann man nicht einmal quereinsteigen, wenn man auf bisher erbrachte Scheine bzw. Studienleistungen verzichten würde.

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Stimmt es, dass der Reformstudiengang nur zum Wintersemester beginnt? Wenn ja, kann ich nicht bereits im Sommersemester mit dem „normalen“ Studium beginnen und mich dann im Winter am Losverfahren beteiligen?

Ja, der Reformstudiengang beginnt nur zum Wintersemester. Leider kann man nicht bereits im Sommer beginnen und dann im Winter sein Glück versuchen, da man zu diesem Zeitpunkt bereits im zweiten Fachsemester studiert (siehe Quereinstieg).

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Was muss ich tun, um im Reformstudiengang studieren zu können?

Zuerst muss man sich bei der ZVS für die Charité - Universitätsmedizin Berlin bewerben. Wird man dort angenommen, hat man bei der Immatrikulation die Möglichkeit am Losverfahren für den Reformstudiengang Medizin teilzunehmen.

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Wenn ich mich jetzt bei der ZVS bewerbe, wie hoch sind meine Chancen, dass ich am Ende im Reformstudiengang studieren kann?

Die größte Hürde ist einen Studienplatz an der Charité - Universitätsmedizin Berlin zu erhalten. In den letzten Jahren haben ca. 10 Bewerber um einen Studienplatz in Berlin konkurriert. Hat man diese Hürde genommen, bleibt das Losverfahren. Da sich meist ca. 150 Studierende für die 63 Plätze im RSM bewerben, sind hier die Chancen etwa 1:2,5.

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Heißt Reformstudiengang Medizin, dass auch alternative Therapiemethoden, wie z.B. Homöopathie und Traditionelle Chinesische Medizin, zu den Studieninhalten gehören?

Der Reformstudiengang orientiert sich an den gleichen Inhalten wie der Regelstudiengang. Die Herangehensweise an den Lernstoff bzw. deren Darstellung in den Veranstaltungen hat sich durch den problemorientieren und interdisziplinären Ansatz verändert. Die Medizin soll dadurch ganzheitlicher, stärker am Patienten orientiert, erlernt werden. Spezielle alternative Therapiemethoden spielen im Curriculum kaum eine Rolle. Allerdings gibt es im Rahmen der Veranstaltung Grundlagen ärztlichen Denkens und Handelns eine Seminarreihe zur Komplementärmedizin.

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Wann sollte ich mein 3-monatiges Pflegepraktikum am besten machen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Einerseits ist es schön, bereits vor dem Studium etwas Krankenhausluft "geschnuppert" zu haben. Allerdings kann man häufig aufgrund der noch fehlenden medizinischen Kenntnisse nicht überall hilfreich sein. Wenn man Pech hat, wird man dann nur zu Hilfsarbeiten eingeteilt und lernt nichts zur Pflege. Hier ist sicherlich viel vom Engagement und den kommunikativen Fähigkeiten jedes Einzelnen abhängig.
Im Reformstudiengang gibt es im zweiten Semester einen Pflegeblock, der in die Grundlagen der Pflege einführt. Legt man sein Pflegepraktikum auf die Zeit nach dem zweiten Semester, weiß man somit schon etwas mehr.
Es gilt aber auch zu bedenken, dass die freie Zeit im Studium häufig sehr knapp bemessen ist. Das Pflegepraktikum bereits vor dem Studium abzuleisten, könnte da etwas Abhilfe schaffen.
Vielleicht ist auch der Mittelweg am besten: man teilt das Pflegepraktikum auf die Zeit vor dem Studium und die Zeit im Grundstudium auf.

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Kann ich während des Studiums ins Ausland gehen?

Das ist möglich und auf jeden Fall sinnvoll. So kann man z.B. während der Semesterferien Famulaturen im Ausland absolvieren. Ein Studienaufenthalt im Ausland ist auch möglich. Hier gelten aber einige Einschränkungen. Möchte man ohne Zeitverzug nach dem Auslandsaufenthalt weiterstudieren, müssen die im Ausland erworbenen Studienleistungen zu den hier zu erbringenden äquivalent sein. Die Themen, die hier während dieser Zeit gelernt werden, sollten somit auch während des Auslandsaufenthaltes abgedeckt werden. Dies ist aufgrund der Struktur der Reformstudiengangs, die sich an in den jeweiligen Semestern vorgegebenen Themenblöcken statt an Fächern orientiert, nicht so einfach wie im Regelstudiengang, dessen Struktur relativ weit verbreitet ist.
Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, sich für einen Auslandsaufenthalt beurlauben zu lassen. Da im RSM nur einmal pro Jahr zugelassen wird, ist ein Weiterstudium immer nur nach einem ganzen Jahr möglich, es muß dann also pausiert werden, bis der Folgejahrgang nachgerückt ist.

mehr Informationen zu den internationalen Kooperationen gibt es hier...

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Welches Vorwissen muss ich mitbringen?

Im Reformstudiengang ist die Fächertrennung aufgehoben. Dies hat zur Folge, dass z.B. Physik oder Chemie nicht, wie bisher im Regelstudiengang, in ihrer eigenen Fachsystematik gelehrt werden. Diese sogenannten "Grundlagenfächer" integrieren sich in den medizinischen Lernstoff. Ein gutes naturwissenschaftliches Grundverständnis, insbesondere in den Bereichen Biologie und Chemie/Biochemie macht dem Studienanfänger den Einstieg leicht.
Darüber hinaus sind einige "soft skills", wie die Fähigkeit zur Teamarbeit, zum eigenständigen strukturierten Aneignen von neuem Lernstoff u.a., für das Studieren im Reformstudiengang wichtig.
Viel davon lernt man aber auch im Studium, man muss somit nicht sofort perfekt sein. Offenheit und Motivation reichen wahrscheinlich für den Anfang.

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Werden Reformstudenten auch richtige Ärzte?

Ich will es doch hoffen. Bisher sieht es ganz gut aus. Von denen, die bereits als Assistenzärzte arbeiten, hat meines Wissens noch niemand jemanden umgebracht.

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Gibt es auch noch andere medizinische Reformstudiengänge?

Es gibt einige Studiengänge in Deutschland, die ihre Struktur verändert haben. Und es werden ständig mehr. Zu nennen sind die Studiengänge in Witten-Herdecke (gilt als der "Ur-Reformstudiengang" in Deutschland), München, Bochum, Dresden, Heidelberg, Aachen etc. Diese Studiengänge unterscheiden sich allerdings in ihrer Struktur. Reformstudiengang ist nicht gleich Reformstudiengang. Problemorientiertes Lernen (POL) spielt in allen Studiengängen eine Rolle. Am besten man informiert sich frühzeitig vor der ZVS-Bewerbung bei den jeweiligen Fakultäten.
International gibt es problemorientierte Studiengänge schon ziemlich lange. Möchte man sich über diese Studiengänge informieren, können die Suchworte "pbl" oder "problem based learning" und "medicine" für eine Internetrecherche ganz hilfreich sein.

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